Was ist anders im Vergleich zum bisherigen Ausländerbeirat?
Zum einen spielt die Staatsangehörigkeit keine entscheidende Rolle mehr, wichtig sind die Erfahrungen, die die Menschen aufgrund ihrer persönlichen Zuwanderungsgeschichte mitbringen. Außerdem soll das Miteinander von Einheimischen und Zuwanderern im Beirat gestärkt werden, um gemeinsam gute Lösungen für ein Zusammenleben in Schweinfurt zu finden.
Wer ist im Integrationsbeirat vertreten? Der Intergrationsbeirat setzt sich aus zehn Migrantinnen und Migranten sowie fünf Stadträten zusammen. Erstere werden von Vereinen, Gruppen und Organisationen vorgeschlagen, die Zuwanderer organisieren oder betreuen.
Wie kam die neue Satzung zustande?
Im Rahmen der Arbeitsgruppe „Integration“ der lokalen Agenda haben interessierte Schweinfurter Migrantenselbstorganisationen und Stadtverwaltung die neue Satzung erarbeitet. Ziel war es, die Effektivität der Arbeit des Beirats und die Partizipationsmöglichkeiten gegenüber der bisherigen Situation zu verbessern. Der Stadtrat übernahm diesen Entwurf unverändert.
Wird eine ausgewogene Vertretung der verschiedenen Zuwanderergruppen gewährleistet?
Die Sitze sind den Herkunftsgebieten der Zuwanderer zugeordnet. Auf die Türkei entfallen vier Sitze, auf die ehemalige Sowjetunion drei Sitze, auf Albanien und das ehemalige Jugoslawien ein Sitz und jeweils ein weiterer auf die Europäischen Union und die übrige Welt. Außerdem wird eine nach Geschlecht ausgewogene Besetzung des Beirats angestrebt. Deshalb soll für jeden Sitz ein Mann und eine Frau vorgeschlagen werden, die sich gegenseitig vertreten.
Erfolgt die Auswahl der Migrantenvertreterinnen und -vertreter demokratisch?
Aufgrund der Erweiterung des Beirats auf alle Personen mit Migrationshintergund war eine direkte Wahl nicht mehr praktikabel. Stattdessen wählen die Schweinfurter Migrantenselbstorganisationen ihre Vertreter im Beirat. In aller Regel sind diese Organisationen eingetragene Vereine, die sich dadurch zur Einhaltung demokratischer Prinzipien verpflichtet haben. Die übrigen Beiräte der Stadt wie der Seniorenbeirat oder der Behindertenbeirat werden ebenfalls auf diesem Weg vom Stadtrat bestellt.
Vorsitzende: Frau Ayfer Fuchs, Interkulturelles Begegnungszentrum für Frauen
stellvertretende Vorsitzende: Frau Luba Hurlebaus, Initiativgruppe Freundschaft Schweinfurt
Herr Orhan Duvan, Ersatz: Herr Zafer Sert, Ditib-Schweinfurt Zentrum Moschee e. V.
Herr Ali Mursa Tas, Ersatz: Frau Senur Gök, Alevitische Kulturzentrum Schweinfurt e. V.
Herr Bekir Senoglu Sener, Türkischer Sozialdienstverein Schweinfurt und Umgebung e. V.
Ersatz: Herr Basri Yildiz, Integrations- und Bildungsverein e. V.
Herr Ewald Oster, Ersatz: Frau Margarita Afanasjew, Landsmannschaft der Deutschen aus Russland, Ortsgruppe Schweinfurt e. V.
Herr Siegfried Schalm, Ersatz: Frau Olga Baluyev, Evangelischer Frauenbund Schweinfurt e. V.
Ersatz: Herr Philipp Fink, Russisch-Orthodoxe Gemeinde Schweinfurt
Frau Ganimete Gashi, Ersatz: Herr Bedri Mustafa, ILIRIA Schweinfurt e. V.
Frau Inge Weigand, Ersatz: Frau Ana Schmadl-Orzesch, Sozialdienst katholischer Frauen e. V.
Herr Naib Tesfazghi, Paritätischer Wohlfahrtsverband, Ersatz: Frau Mary Ritzmann, Deutsch-amerikanischer Freundschafts-Club
Frau Heidrun Laschka, Ersatz: Herr Oliver Schulte, CSU-Fraktion
Frau Sorya Lippert, Ersatz: Herr Egbert Rommel, CSU-Fraktion
Herr Theo Hergenröther, Ersatz: Frau Kathi Petersen, SPD-Fraktion
Herr Stefan Labus, Ersatz: Herr Adi Schön, Fraktion „Schweinfurter Liste“
Herr Sinan Öztürk, Ersatz: Frau Carmen Starost, Fraktion „Die Linke“